Sacher-Wilmanns

„Höherer Blödsinn paart sich mit philosophischem Tiefsinn, Irr- und Aberwitz feiern Hochzeit mit Absturz und Höhenflug.”

Fränkische Nachrichten

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Sandiges Saxophon, engelshaarheller Spieldosenklang, klirrende Gläser, Schlauch, Loops, Melodica und poetisch einander ins Wort fallende Purzelduette, Wortklangkaskaden und Silbenpirouetten: Das Publikum genoss einen Abend kunstvoll melancholisch gesponnener Ein-, Kein- und Zweisamkeiten und aberwitziger Theorien: Sternschnuppenschön!
Inge Braune | Fränkische Nachrichten | 11.04.2016

Wenn Sacher in betulich-professoralem Duktus aus dem ,Kleinen kosmischen Vogelführer (Band II)’ Passagen über das Birkenhaarsträubchen aus der kulmen Taiga oder die Sowjette vorträgt und Peter Wilmanns schrille Vogelsgeräusche beisteuert, ist das oberflächlich so stoisch und skurril und melancholisch wie immer. Aber unterschwellig hat sich eine neue Leichtigkeit eingeschlichen, macht das Zusammenbauen einer surrealen, teils dadaistischen Welt plötzlich richtig Spaß. Als hätten Lewis Carroll, Walter Moers und Daniil Charms am Text mitgearbeitet.
Hans-Willi Hermans | Kölnische Rundschau | 27.11.2012

Höherer Blödsinn paart sich mit philosophischem Tiefsinn, Irr- und Aberwitz feiern Hochzeit mit Absturz und Höhenflug. Inge Braune | Fränkische Nachrichten | 20.02.2012

Zwei Sprachinnovatoren, die meisterlich mit der deutschen Sprache umzugehen wissen… All das ist unverwechselbar verwoben zu einem surrealen, dadaistischen Gesamtkunstwerk, dessen Charme man sich nur schwer entziehen kann.
Natalia Sakkatou | Kölner Stadt-Anzeiger | 11.12.2012

Der Vogel ist eine Art Federhalter”, sagt Sacher. Er muss es wissen, stammt doch aus seiner Feder ein (tatsächlich erschienenes!) Büchlein über recht ungewöhnliche Vogelarten, aus dem der gefragte Hobby-Ornithologe zur Lesung eingeladen hat…/ Wilmanns und Sacher erläutern die drei Gangarten der Foxtrotte und sind sich nach einem Gläschen Rotwein einig: „Amselfelder hat mit Wein genauso wenig gemein wie mit einem Vogel.
Musik ist immer wahr. Singen hat was mit Vögeln zu tun’, lautet ihre Devise. Erkennbar lieben beide Ernst Jandl und seine Sprache, die mit tierischem Ernst mitunter ins unbegreifliche Nichts, ins Rätselhafte führt und dennoch einem sichtbar begeistert mitgehenden Publikum einfach nur lustvolles Vergnügen zu bereiten scheint…Nicht zu vergessen freilich die herrlichen Gesangs- und Musikeinlagen: Allein schon Peter Wilmanns jazzige Saxofon- und Klarinettensolos waren das Kommen wert.
Kurt Lang | Südwest Presse | Göppingen  | 20.11.2012

 

Die wunderbaren Absurditäten, die Wilmanns & Sacher da miteinander verknüpfen, bezeichnet das Duo selber als „musikalische Lesung” – gespeist sind sie allesamt von jenem putzig – weltfremden Ornithologen – Jargon, der ungezählte Fachbücher füllt und  eigentlich nichts anderes ist als ein ewiges Kondolieren über aussterbende Arten. Wir lernen: „ Der rheinische Drängler – seine Reisegeschwindigkeit ist immer am Anschlag” ; oder „ Die stimmlosen Konsonanten – Vogelkundler begannen im 20. Jahrhundert aus Mitleid damit, ihnen selber etwas vorzusingen.” Wenn Buddy Sacher mit todernstem Gesichtsausdruck derlei Pseudo – Wissenschaft vom Stapel lässt, entfaltet sich die ganze Tragik und Sinnlosigkeit menschlichen Forschens.
Thomas Lochte | Starnberger Merkur | 17. 03. 2012

Die haben doch ’ne Meise – Vogelkunde mit „Das wüste Gobi“ im Freudenhaus:  Eine dadaistische Show mit starken musikalischen Einlagen – Vergleiche mit Helge Schneider drängen sich förmlich auf. Wie bei ihm macht auch bei den selbsternannten Vogelkundlern der Spott angenehmerweise nicht vor ihnen selbst halt. Beispielsweise wenn die Künstler, die beide aus Leverkusen stammen, den rheinischen Drängler als ebenso durchgeknalltes Vieh charakterisieren wie alles andere Federvieh, das sie bedichten.
Thorsten Bayer | Kultur – Dornbirn | 12. 05. 2012