Andreas Rebers

„Eine Abrissbirne auf zwei Beinen“

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Weitere Programme

Andreas Rebers und das Baumarkt Quartett

Die Kunst der Fuge – oder – wenn der Fliesenleger kommt

In diesem Programm spielt Andreas Rebers den Fliesenleger Günter König, der an diesem Abend öffentlich Bilanz zieht. Er ist ein über sechzigjähriger Junggeselle, der es noch einmal wissen will und sich mit seinen kruden Ansichten vor das geneigte Publikum stellt, um vielleicht doch noch die Frau fürs Leben zu finden.
Zu diesem Anlass hat er ein Streichquartett mitgebracht, welches er zufällig bei der festlichen Neueröffnung der Holzabteilung eines Baumarktes entdeckt hat und das ihm helfen soll, mit dem Zauber der Musik, eine Partnerin anzulocken.
Soweit der Plan.
Günter besteht aus einem Thema, dem Günter Thema und sein Leben, das sind die Günter Variationen. Und die sind so komisch wie traurig, so ergreifend wie erschreckend und so vergnüglich wie verstörend. Denn Günter König scheint aus der Zeit gefallen zu sein. Von Naturschutz hält er jedenfalls nichts.
Mein Aufgabe ist es Flächen zu versiegeln. Und zwar nachhaltig!!!
Und was die Musik angeht; ein Handwerker umgibt sich nicht mit Pfuschern, sondern mit Fachleuten.

Verena Maria Fitz                Violine
Daniela Huber                      Violine und Klavier
Monika Henschel                 Viola
Peter Woebke                        Violoncello
Andreas Rebers                    Akkordeon, E Piano und Gesang

Musik von J.S. Bach, Paul Hindemith, Red Hot Cilly Peppers, Boris Karlov, und Arbeiterlieder von Andreas Rebers.

Es ist uns eine Ehre!            Münchner Kammerspiele 5.07.  |   Arosa Humorfestival  6.12.2019

  

©Susi Knoll

Rumpelkinder -Schmuddelstilzchen

Am Heiligen Abend 1969 lag unter unserem Christbaum ein, in Geschenkpapier verpacktes, quadratisches Päckchen, für das sich scheinbar niemand interessierte.
Es waren bereits alle Geschenke ausgepackt und da niemand aus unserer Familie einen Einwand geltend machte, als ich es öffnete, betrachtete ich die ausgepackte Doppel LP als ein Geschenk für mich:

Portrait: Franz Josef Degenhardt

Ich war damals 11 Jahre alt und galt als „nervös“. Heute würde man „verhaltensauffällig“ sagen. Und so durfte ich die Platten erst nach dem Weihnachtsfest in unserer Musiktruhe abspielen. Ich tröstete mich aber mit den Zeichnungen auf dem Cover, die eine gewisse Gertrude Degenhardt gezeichnet hatte. Stundenlang starrte ich auf die grotesken Gesichter und malte mir aus, was sie mir vorsingen würden.
Dann erlaubte mir Mama die Langspielplatten (es war eine Doppel LP) aufzulegen. Und das tat ich. Und zwar ununterbrochen. Anstatt Peter Alexander, Will Glahé oder Willy Schneider tönte, nun die Stimme von Väterchen Franz durch den „kleinen Kaukasus“, wie ich die Heimat meiner Kindheit nannte. Innerhalb einer Woche konnte ich jedes Chanson auswendig und ich sang das Lied vom Weintrinker und von den Wölfen im Mai.

Das war vor fünfzig Jahren und es wird Zeit sich dieser Zeit wieder anzunehmen. Bevor es zu spät ist.

Rumpelkinder -Schmuddelstilzchen

Rebers singt Degenhardt.
spielt Akkordeon und wird begleitet von Samuel Halscheidt und André Matov (Gitarren)    
Premiere 3. bis 8. März 2020 Bar jeder Vernunft, Berlin 

Die Bergpredigt

„Was nützt das Dach über dem Kopf, wenn ein unzufriedenes Weib darunter haust?“
So lesen wir es in der heiligen Schrift.
Reverend Rebers ist ein emsiger Arbeiter im Pointenberg des Herrn und er bringt frohe Kunde und Freude zu den Menschen. Dieses Mal werden auch die „Wellküren“ an seinem Gottesdienst teilnehmen, um Buße zu tun und um ihrem zänkischen Treiben vor der Gemeinde zu entsagen. Denn sie wissen um ihren Ungehorsam und Vergebung erfahren nur die Einsichtigen. Ob denn diese Einsichtig auch wirklich „nachhaltig“ ist, wird sich zeigen, denn diese Schwestern sind gut gerüstet.
Von der Vertreibung aus dem Paradies, bis zur hormonellen Demenz der alten weißen Männer, wird gesungen, gestritten und gebeichtet.

                Kommet zuhauf, Psalter und Harfe wacht auf – Lasset den Lobgesang hören!

Der Gottesdienst findet bei jedem Wetter statt. Demnächst auch in ihrer Gemeinde. Von einer Kollekte bitten wir abzusehen. Die Eintrittskarten gelten als Ablassbrief und sind bis zum jüngsten Gericht aufzubewahren.

Mit Burgi, Bärbi und Moni Well und Andreas Rebers

Foto: Hans-Peter Hösl